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Corona. Pleiten, Pech und Pannen

Tja. Da sitzen wir nun den ganzen Tag in unserem schönen Ferienhaus. Es ist bereits weihnachtlich geschmückt. Wir gehen viel mit unserem Hund spazieren und sehen wie die Viruslage in Deutschland immer schlimmer wird.

Das ständige rumgeeiere unserer Politiker geht uns gewaltig auf die Nerven.

Gleichzeitig drückt das nasskalte Wetter und die immer kürzer werdenden Tage gewaltig auf die Psyche und Babsy´s Arthrose macht ihr auch immer mehr Schwierigkeiten.

Nach der Rückkehr von einem Besuch bei unseren Kindern, wobei wir nicht einmal alle sehen konnten, reifte immer mehr der Gedanke, die aufgeschobene Überwinterung doch noch anzugehen.

Nachdem uns klar geworden war, daß wir die Kinder und Enkelkinder dieses Jahr nicht mehr sehen können geschweige denn, daß diese zu uns kommen können, haben wir uns am Montag (07.12.2020) innerhalb von einer Std. dazu entschlossen los zu fahren. 

Innerhalb von 3 Std. war ein Stellplatz reserviert, Postnachsendeauftrag gemacht, alles eingepackt und das Haus winterfest gemacht.

Und Mittags um 15Uhr ging es dann auf die Bahn.

Dieses Mal haben wir uns entschlossen die gesamte Strecke bis Spanien nur Autobahn zu fahren.

Wir wollten zügig vorankommen und in Frankreich nicht die längere Strecke über die Nationale nehmen.

Die erste Etappe ging bis Höhe Dortmund.

Am nächsten Morgen sind wir dann weiter gefahren. Und damit ging das Dilemma los. Wir haben fast den ganzen Tag mehr oder weniger in Staus verbracht.

Erst Abends sind wir durch Luxenburg durch gewesen. Okay. Mit Vorräten auffüllen in Blankenheim, Kaffee kaufen in Wasserbillig und tanken an der letzten Tankstelle vor Frankreich. Das dauert natürlich auch.

Auf der nächsten Etappe wollten wir eigentlich bis kurz vor Spanien kommen.

Aber was so ein Iveco ist, der ist da manchmal nicht mit einverstanden. Wir mussten in Chalon-sur-Saone in die Werkstatt.

Nach langem hin und her ( Telefonat mit unserer Heimwerkstatt und nicht Verstehenwollens seitens der franz. Werkstatt) wurde das Steuerventil der Hochdruckpumpe gewechselt. Das ging natürlich erst am nächsten Tag. 

Das Auto lief also am nächsten Tag erst einmal wieder und wir fuhren noch bis zum Autobahnkreuz Orange.

Den darauffolgenden Tag wollten wir das erste Mal bei Spätzle Fritz übernachten. Ich kannte den ja schon von meinen Fernfahrten, aber Babsy noch nicht.

5km vor der Autobahnabfahrt gibt es einen grossen Knall. Hinten links der innere Reifen hatte die komplette Decke verloren als ob man diese abgeschält hätte.

Wir sind dann langsam noch bis spätzle Fritz gefahren. Etwas essen und den Rest machen wir dann am nächsten Tag.

Nun. die Reifen bekommt man mit dem Bordwerkzeug natürlich nicht ab, so daß ein Pannendienst uns dabei helfen musste. Gut das wir wenigstens einen Ersatzreifen dabei haben.

Da wir am nächsten Tag erst Mittags weiter konnten haben wir es natürlich auch nicht mehr bis San Javier geschafft. Macht aber nichts. Hatten ja erst ab Sonntag gebucht.

In San Javier ging es noch zum Aldi um die Vorräte aufzufüllen.

Und was soll ich sagen. Wir fahren vom Parkplatz runter und wir haben dasselbe Problem wie in Frankreich. Beim Gas wegnehmen muss man erst kurz warten und kann dann weiter fahren.

Und dafür haben wir in Frankreich in der Werkstatt 500€ bezahlt.

Okay. Hilft jetzt nichts und wir fahren erst einmal auf den Stellplatz.

 

 

Wir haben uns erst einmal eingerichtet.

Unsere direkten Nachbarn sind Claus und Heidrun mit denen wir schon öfters über die Feiertage zusammenstanden.

Ich hatte den Tip von meiner Werkstatt bekommen doch einmal die Kabel zu den Einspritzdüsen zu kontrollieren, da diese schon mal gerne über die Jahre korridieren oder einen Wackelkontakt haben.

Leider fruchtete diese Überprüfung auch nicht.

Also werde ich im neuen Jahr in Ruhe einmal alle elektrischen Verbinder kontrollieren. Wir haben jetzt erst einmal 4 neue Reifen für die Hinterachse bestellt, damit dort wie alle einheitlich sind.

Und dann war erst einmal der 24.12.2020

Die Stellplatzbetreiber haben sich wie jedes Jahr wieder selbst übertroffen. Man merkt ihnen richtig an, wieviel Spass diese bei der Aktion haben.

Es hat uns wieder sehr gut gefallen und wir haben unsere desaströse Anreise erst einmal beiseite gelegt.

Dieses Jahr kommen nur noch die Reifen drauf und der Rest kommt dann im nächsten Jahr.

Jaaaa. Und dies ist unsere (Babsy´s) Begleiterin.

Über diese werde ich ausführlicher im nächsten Teil eingehen.

Was wir aber ganz klar sagen können.

Für uns war die Entscheidung hierher zu fahren richtig.

Alle, aber auch wirklich alle halten sich an die erlassenen Coronaregeln. In der Öffentlichkeit trägt jeder eine Maske. Die Abstände werden eingehalten.

Leider hören und lesen wir von Bekannten, daß dies in Deutschland immer noch nicht so ist.

Wir fühlen uns momentan in Spanien sicherer als in Deutschland.

Natürlich kommt dann auch noch das bessere Wetter dazu, was vor allem Babsy sehr gut tut und wir sind trotz aller Wehwechen unseres Wohnmobils mit diesem unterwegs.

Sonst reisen wir ja eigentlich sehr gerne in der Gegend herum, aber dies werden wir nicht tun und unsere Zeit in San Javier geniessen.

 

 

 

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Kommentare: 8
  • #1

    Marion Schröder (Samstag, 26 Dezember 2020 15:24)

    Toll geschrieben!! Und ja, Ihr macht alles richtig. Ich beneide Euch. LG aus Löhne

  • #2

    Gabi Schmidt (Samstag, 26 Dezember 2020 15:36)

    ABENTEUERLICH, ABER ALLES GUT GEMEISTERT ! ALLES RICHTIG GEMACHT! Habt eine schöne Zeit im Süden

  • #3

    Peter (Samstag, 26 Dezember 2020 16:58)

    Sehr schön geschrieben trotz der Pannen wünsche ich euch alles Gute ihr macht das schon ��‍♂️�

  • #4

    Wolfgang Brandt (Samstag, 26 Dezember 2020 17:47)

    Hallo ihr zwei/drei. Ich beneide euch. Trotz der Pannen das beste gemacht, Wenn meine Frau nicht ein Neues Knie bekommen hätte, währen wir in diesem Jahr erstmals in die Region gefahren . Gruß und bleibt gesund. Der neu WoMo Reisende.

  • #5

    Babsy barbara (Sonntag, 27 Dezember 2020 09:32)

    Du hast unsere Reise bis hier hin sehr gut beschrieben.war schon recht abenteuerlich

  • #6

    Volker Sauermann (Sonntag, 27 Dezember 2020 09:54)

    Hallo Ihr Zwei,
    das glaube ich auch, dass Ihr alles richtig gemacht habt. Genießt die sonnigen Tage in San Javier, ein wirklich schönes 'Plätzchen' in Spanien.
    Und, wer als 'Versteher in Sachen Mobildefekte' ähnlich gut zurecht ist wie Du, dem werden die "mehr oder weniger kleinen Defekte" nicht umhauen.
    Eine schöne Zeit euch Beiden ... das mit dem Auto wird schon ...

  • #7

    Just Moe Birgit (Sonntag, 27 Dezember 2020 10:58)

    Sehr schön geschrieben....freue mich auf Fortsetzungen. �

  • #8

    Heike (Sonntag, 27 Dezember 2020 22:02)

    Ein toller Bericht. Eure Erfahrung mit der Einhaltung der Regeln in Spanien, kann ich nur bestätigen. Wir wünschen Euch eine schöne Zeit. Es wird Euch guttun. Bleibt gesund